Wie die Straßenbahn Menschen verbindet
Seit 2009 konnten wir zahlreiche historische Nürnberger Straßenbahnwagen in Zusammenarbeit mit den Werkstätten der MPK in Krakau restauriert. Den Anfang machte der Wiederaufbau des Beiwagens 336 (Baujahr 1906) in den Jahren 2009 bis 2011, gefolgt vom Beiwagen 1023 (Baujahr 1913) in den Jahren 2017 bis 2019 und dem Beiwagen 1581 (Baujahr 1959) in den Jahren 2019 bis 2020. Zweifelloser Höhepunkt der Kooperation war die "Zellteilung" des Zeppelinwagens 144 in den Jahren 2020 bis 2026, aus der zwei historische Fahrzeuge entstanden: Eines für Krakau und eines für Nürnberg.

Innerhalb von 8 Jahren wurden aus dem bestehenden Nürnberger "Zeppelinwagen" zwei Fahrzeuge: Eines für Nürnberg und eines für Krakau. Die historische Originalsubstanz wurde dabei brüderlich geteilt - weil dieser besondere Wagen für beide Partnerstädte wertvoll ist. Als verbindendes Element fahren Sie heute durch Nürnberg und Krakau.
Die Freundschaft mit Krakau geht auf eben diesen "Zeppelinwagen" zurück, der 1941 nach Krakau verkauft wurde. 1976 durch unseren Verein wiederentdeckt kehrte er 1984 restauriert nach Nürnberg zurück. In den folgenden Jahren wurden erneut rund 150 gebrauchte Nürnberger Straßenbahnwagen nach Krakau verkauft und dort weiter betrieben. Der Austausch zwischen der MPK-Krakau und der VAG Nürnberg mündete in engen freundschaftlichen Kontakten, die bis heute andauern. Seit 2009 ist unser Verein und die historischen Restaurierungsprojekte fester Bestandteil der Freundschaft.
Die Freundschaft mit Krakau ist uns besonders wichtig. Der Kontakt hat während der Besatzung Krakaus durch Nazi-Deutschland begonnen, freundschaftlich war damals nichts. Entstanden daraus ist eine auch persönlich enge und intensive Freundschaft, die sich trotz manchem personellen Wechsel auf beiden Seiten bis heute immer wieder belebt und neu erfindet.
Vor dem "Zeppelinwagen" stehen stellvertretend für alle, die die Freundschaft zwischen Nürnberg und Krakau pflegen:
Mariusz Szałkowski (Vorstand der MPK Kraków), Jacek Kołodziej (Leiter der Hauptwerkstatt der MPK Kraków), Thomas Luber (Mitglied des Vereins, Geschäftsbereichsleiter der Werkstatt für Schienenfahrzeuge der VAG Nürnberg), Tobias Schneider (Mitglied des Vorstands des Vereins, Leiter der Werkstätten U-Bahn und Straßenbahn der VAG Nürnberg) (v.r.n.l.).
Der Austausch mit Krakau ist uns besonders wichtig. Der Kontakt hat während der Besatzung Krakaus durch Nazi-Deutschland begonnen, freundschaftlich war damals nichts. Entstanden daraus ist eine auch persönlich enge und intensive Freundschaft, die sich trotz manchem personellen Wechsel auf beiden Seiten bis heute immer wieder belebt und neu erfindet.
Bei unseren gegenseitigen Besuchen geht es nicht ausschließlich um die Straßenbahn, wenngleich sie natürlich das verbindende Element ist. Einen kleinen Einblick gibt unser Film zum Beiwagen 1023, der neben dem Fortschritt am Wagen vor allem die Menschen dahinter zeigt.
