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Aus einer Idee soll Stahl und Holz werden

 

Als Basis für den fahrfähigen Wiederaufbau des Wagens 137 dienen zwei historische Maximum-Drehgestelle (Patent BSI (Bergische Stahlindustrie)) sowie zahlreiche historische Konstruktionsunterlagen und vorhandene Einzelteile.

Der Wagenkasten aus Eichenholz ruht bei diesem Triebwagen nicht auf einem Stahl-Untergestell. Dieses später übliche Konstruktionsprinzip wurde damals noch nicht verwendet. Vielmehr ist der gesamte Wagenkasten auch in der tragenden Struktur aus massiven Eichenholzbalken und wird durch ein angeschraubtes stählernes Sprengwerk ausgesteift. Die Plattformen werden durch Schwanenhals-Profile aus Stahl getragen.

 

01 TW137 Visualisierung Nuernberg FuertherStrasse B5F05D5D 065E 4E6E 8622 B2799AAE486CDer fabrikneue Triebwagen 137 im Jahr 1900 auf der Schiebebühne des Hauptdepots Fürther Straße. Das Bild zeigt des Auslieferungszustand des Fahrzeugs, in dem auch der Museumswagen 137 wiederhergestellt werden soll.
(Visualisierung auf Basis eines hist. Fotos des VAG-Archivs)

 

Sämtliche Konstruktionsarbeiten werden durch sachkundige Vereinsmitglieder ehrenamtlich durchgeführt. Auf Basis der Originaldokumente erstellen sie erforderliche technische Zeichnungen, Verkabelungspläne und technische Nachweise für die spätere Zulassung für die Personenbeförderung.

Bodenrahmen und Holzaufbau aus Eichenholz werden anhand der Originalzeichnungen durch die Schreinerei der Hauptwerkstatt der MPK Kraków (www.mpk.krakow.pl) hergestellt. Der Innenausbau erfolgt im wesentlichen gestützt auf historische Innenaufnahmen dieser Zeit, da insbesondere die Innenraumgestaltung dieser Fahrzeuge einmalig war und keine vergleichbaren Fahrzeuge existieren. Sämtliche Montagearbeiten, maschinentechnischen Instandsetzungen sowie die Lackierarbeiten und Verkabelung werden in bewährter Weise durch die Hauptwerkstatt der MPK Kraków durchgeführt.

 

02 TW137 Visualisierung Innenansicht Zustand 1910 3B2B9AB5 7A11 4A50 BA82 B81B21020FBBInnenansicht des Triebwagens 137 im Zustand um 1910. Besonders die geschwungenen Holzelemente verleihen dem Wagen ein besonderes Aussehen.
(Visualisierung auf Basis eines hist. Fotos des VAG-Archivs)

 

Einen Einblick in unsere bisherigen Restaurierungsprojekte zusammen mit der MPK Kraków und den genannten Firmen finden Sie auf www.sfnbg.de/projekte.

Der Wiederaufbau erfolgt im Wesentlichen in 5 Etappen, die nach Projektfortschritt und nach Verfügbarkeit der finanziellen Mittel durch den Verein beauftragt werden. Dies ermöglicht es dem Verein das Projekt verbindlich zu beginnen, auch wenn die erforderlichen Mittel in Höhe von insgesamt rund 590.000 Euro zu Beginn nicht zur Verfügung stehen.

  1. Bauabschnitt: Rekonstruktion des Unterwagens
  2. Bauabschnitt: Holzaufbau und Wagenkastenrohbau inkl. Handbremse
  3. Bauabschnitt: Innenausbau inkl. Verglasung und Lackierung
  4. Bauabschnitt: elektrische Montagearbeiten, Aufarbeitung elektrischer Komponenten
  5. Bauabschnitt: Aufarbeitung der historischen Drehgestelle